Kabinenbau

 

Nach dem alle Einzelteile geschnitten wurden gehts nun an die Montage der Kabine. Klingt im ersten Moment ganz simpel – Kleber drauf und dann die Platte aufsetzen – nun ja ganz so einfach wars dann leider doch nicht. Im Vorfeld hab ich mir mindestens schon 3 Köpfe zerbrochen wie ich die Kabine montieren soll. Zum ersten schon mal in welcher Reihenfolge die Platten aufsetzen und zum anderen wo: Auf den Boden? oder gleich direkt auf dem Fahrzeug? Hier könnt ihr Lesen zu was ich mich dann doch entschieden habe und wie man denn so eine Kabine zusammenbaut.

Egal ob auf dem Boden oder gleich auf dem Fahrzeug, beides hat seine Vor und auch Nachteile was die Sache doch etwas Tricky gemacht hat. Anfangs wollte ich  sie auf dem Boden bauen und im Anschluss mit dem Kran auf des Fahrgestell heben. Dadruch würde ich mich in der Montage relativ leich tun da alles in Bodennähe ist und ich könnte sie auch gleich lackieren ohne großen mehr aufwand. Allerdings stellte ich etwas später fest das der  Platz in der Nebenstraße nicht reicht um den Ladekran aufzustellen und die angrenzende (einzigste)zufahrtsstraße in ein Wohngebiet mal eben dicht zumachen um die Kabine zu Kranen ist jetz auch nicht der beste einfall. Deshalb hab ich mich dazu entschlossen die Kabine gleich auf den Farhgestell zusammen zu bauen, was auch erstaunlich gut ging. Es hat zwar einiges an Improvisationskünsten und einige Helfende Hände gebraucht aber wenn man die richtigen Materialien zur Hand hat gehts ganz gut.

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

 

Wie in so vielen Dingen im Leben ist ein guter Plan und eine gute Vorbereitung das A & O.  Als erstes sollte ihr euch im Baumarkt gutes Klebeband besorgen, und zwar reichlich davon. Ich habe bis jetzt ca. 150m gebraucht.  Nun Zeichnet ihr mit einem Stift die Innenkante der Klebestelle an und Klebt anschließend an der Linie entlang das Klebeband an. Das gleiche macht ihr auch mit dem gegenstück nur hier ist es etwas einfachen dort klebt ihr einfach an der Klebekante entlang. Das Klebeband zieht ihr später einfach wieder ab und habt dann eine sauber Klebekante und braucht auch nicht in mühseeliger Arbeit nachschleifen.  Ebenso könnt ihr euch gleich Gedanken machen wie ihr die Teile verpresst beim kleben. Ich habe das mit Peri Träger und Spanngurten sowie mit Dachlatten gemacht. Empfehlenswert ist es auch wenn man eine Abziehlatte vom Verputzen und einen Großen Winkel zur Hand hat damit kann man die Wände sehr gut ausrichten. Wenn ihr dann noch 4 Saugheben habt dann erleichtert ihr euch auch noch das Handling der Platten da man sie so sehr angenehm greifen kann. Solltet ihr die Kabine auch auf dem Fahrzeugbauen müsst ihr unbedingt alle Teile die später nicht mehr erreichbar sind schon am Anfang Lackieren! Macht euch auch auf jedenfall im Vorfeld gedanken wie ihr kleben wollt und was für Material ihr dazu braucht und plant hier lieber etwas mehr ein denn „Lieber haben und nicht brauchen als Brauchen und nicht haben„.

 

Kleben der Wände

 

Achtet beim Mischen des Klebes auf das Korrekte Mischverhältnis denn damit steht und Fällt euer Ergebnis von daher empfiehlt es sich die Anleitung des Herstellers gründlich zu studieren. Wenn ihr den Kleber angemischt habt ist eile geboten denn 90 Minuten können sehr kurz sein, vorallem wenn ihr mehrere Wände Klebt. Die Erste wand (Frontwand) war da noch relativ einfach allerding muss diese zu 100% Passen sonst kann es bei den Folgenden Wänden zu Problemen kommen die ihr unter Umständen nicht mehr Tuschieren könnt – Wer möcht zum Schluss schon einen Aufbau mit Schiefen Wänden?  Meine Klebereihenfolge war wie folgt:

Tag 1: Montage der Bodenplatte, Kleben der Frontwand

 

 

 

 

 

Tag 2:  Kleben der beiden Seitenwände  (Hier solltet ihr mindestns zu Viert sein)

 

 

Tag 3: Kleben der Heckschräge

Tag 4: Kleben der Rückwand

 

Tag 5: Kleben der Innenwände

 

Tag 6: Kleben des Daches und der Frontschräge (Ein Kran oder Stapler ist hier enorm Hilfreich egal ob auf dem Fahrzeug oder am Boden gebaut wird)

 

Zwischen den einzelnen Klebungen solltet ihr dem Kleber min. 24 Stunden Aushärte Zeit geben bevor ihr eine Neue Wand klebt! Achtet auch dadrauf das ihr die Wände während der Aushärte Zeit gut verpresst damit der Kleber eine Chance hat eine gute Bindung einzugehen!

 

 

 

 

 

Anbringen der Eckleisten Innen wie Außen

 

Ich habe dafür GFK Eckleisten 100x60x3 auf der Außenseite und 50x50x3 für die Innenseite verbaut. Die Leisten lassen sich sehr gut mit einer Kappsäge gerade oder mit Winkelschnitt bearbeiten. Anschließend muss noch die Folie auf der Innen bzw. Außenseite abgezogen werden und dann großzügig 1K Dichtklebstoff aufgetragen werden. Am besten trägt man den Kleber mit einer Klebepistole in Schlangenlinien auf die Leisten auf und zieht zum schluss an den 2 Kanten eine gerade Klebespur. Nun kann die Leiste an die Kabine fest angedrückt werden sodas es den Kleber an den Kanten schön rauspresst. Ist das getan braucht man nur noch mit einem Fugenwerkzeug den überschüssigen Kleber abziehen und schon sitzt die Leiste und man hat eine Dichte und schöne Fuge. Wenn ihr nicht wisst wie groß denn eure Eckleisten mindestens sein sollen lässt sich das einfach mit einer Faustfromel beschreiben: Plattenstärke + 4cm. 

 

Wenn dann noch Türen, Fenster und Klappen eingesetzt sind ist die Kabine auch schon fertig!

 

 

 

 

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