Von damals bis heute

Es ist schon viele Jahre her, ich glaube es war 2012 (oder so), als ich im Fernsehen einen Bericht über solche Expeditionstrucks gesehen habe und das hat mich direkt sehr fasziniert. Der Gedanke einfach dort Urlaub zumachen wo sonst kein Touri oder der gleichen je hinkommen wird, einfach los zu fahren über Stock und Stein, durch die Wüste zu Brettern und dort stehen zu bleiben wo es einem in diesem Moment gerade am besten gefällt ist ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Den Nachthimmel am gemütlichen Lagerfeuer weit ab von jeglicher Zivilisation zu genießen. Steppen und Hochplateaus zu durchqueren oder auch die Polarlichter im eisigen Norden zu bestaunen.

Ich könnte noch mindestens 100 weiter Dinge aufzählen was mich daran fesselt. Je her war mein großes Traumreiseziel Australien und an diesem Tag hab ich mir auf die Fahne geschrieben irgendwann mit so einem Truck einmal von Ost nach West den Kontinent zu durchqueren.  Nach ein paar Tage und Nächte voller Euphorie kam ich auf den Boden der Tatsachen zurück als ich die Preise für so ein Gefährt gesehen habe. Nun begann der Traum wie eine Seifenblase zu platzen und es war durch aus auch eine größere Prise der Frustration zu spüren da dies wohl für ewig ein Traum zu bleiben schien.  Im Lauf der Jahre kam immer wieder kurz dieser ein Gedanke auf solange bis die Realität wieder an die Türe klopfte. Hätte mir einer vor 1-2 Jahren gesagt das ich bald selber sowas bauen würde hätte ich wohl gelacht und ihn für verrückt erklärt.

 

Februar 2018

Ich konnte ja nicht ahnen das bald ich von vielen als verrückt erklärt werde würde. Meine damalige Freundin sagte mal zu mir als wir über allgemein über Urlaub und Reisen sprachen das ihr Traum mal wäre mit ihrem Unimog U1400 auf Reisen zu gehen. Diese Aussage stieß bei mir natürlich auf Fruchtbarenboden und in mir wuchsen bereits die ersten Ideen wohl gleich mir das Thema Finanzierbarkeit im gleichen Zuge Bauchschmerzen bereitete. Aber diesmal war es anders als die male zu vor als der Gedanke an so ein Gefährt durch kam , es lag wohl daran das mich der Ehrgeiz packte. So voller Tatendrang setzte ich mich an den PC und begann zu Recherchieren. Es vergingen viele Tage der Diskussion, Brainstormings. Wir waren uns auch direkt einig das wir kein Luxusmobil wollen sondern ein einfaches schlichtes Expedtionsmobil ohne unnötigen Technik Schnick Schnack. Auf Basis unserer Ideen erstellte ich eine Erste Kostenkalkulation die überraschender weise aufzeigte das so ein Projekt auch mit schmalen Geldbeutel durchaus stemmbar ist. Nach dieser Erkenntnis war für uns klar: jetzt werden Nägel mit Köpfe gemacht!

März & April 2018

Eins war von vornherein klar: Wenns was wird wirds n Benz um genau zu sein ein Unimog – Unterste Verhandlungsgrenze!  Trotz des Wissens das ihr U1400 für solch ein Unterfangen ungeeignet ist respektierte ich ihren Traum aber zeigte ihr die Probleme auf die dieses Fahrzeug mit sich bringt z.B. Agrarpaket, 3 Seitenkipper usw. . Nach knapp 2 Wochen verständigten wir uns darauf das es ein anderes Modell werden muss und die Lösung lag schon Parat: Ein U1300 von der Bundeswehr. Nach dem das Modell feststand konnte ich mit den ersten Entwürfen beginnen. Schnell stieß ich auf erste Probleme die meinem unwissens im Fahrzeugbau geschuldet waren. Das schrie nach Fachliteratur und intensive Informationssuche im Netz. Nach viel Leserei konnte ich dann weiter Konstruieren und es entstanden die ersten Blaupausen.

 

 

 

Mai & Juni 2018

Während die Konstruktion immer mehr Form und Details bekam, kamen auch die Fragen auf was man denn an Einrichtung und Zubehör so benötigt. Ich mein warmes Wasser und Strom ist ja nicht einfach da sondern muss irgendwo herkommen. Auch Sandwichpaneele, Fahrzeugumbauten etc. mussten ausgewählt werden, nun musste eine Fachmesse her! Ich googelte etwas und stieß auf die Abenteuer und Allrad die zufälligerweise in 3 Wochen stattfand – Perfekt. Auf der Messe haben wir extrem viel Input bekommen sodass die ursprüngliche Konstruktion wieder über den Tisch geworfen wurde und ich wieder am Anfang begann und mit den neue gewonnen Erkenntnisse eine optimierte Version zu erstellen. Nach dem das bewerkstelligt war wurde es Zeit endlich nach einem passende Fahrzeug ausschaut zu halten. Nach viel Warten und Suchen fanden wir bei der Vebeg 4 Unimogs die in Frage kommen – glücklicher Weise waren alle 4 im gleichen Lager. Nach einer Besichtigung der Gefährte blieben von den  vier  noch zwei übrig wobei eigentlich der Favorit schon feststand. Für diesen haben wir dann einen leicht erhöhten Preis geboten und ihn dadurch auch gewonnen. Wir waren beide sehr happy denn nun Haben wir (fast) alles zusammen um endlich loslegen zu können.

 

 

Juli  bis Dezember 2018

im Juli durften wir dann endlich unseren ersteigerten Unimog in Karlsruhe abholen und nach Hause bringen. Dort wurde er vorerst einmal eingelagert bis der Finale Plan steht. Eigentlich wollten wir den Umbau im Herbst 2018 beginnen aber durch eine Knieverletzung war ich erst einmal außer Gefecht, so wurde der Startschuss 4 Monate nach hinten verschoben. in der zwischen Zeit wurde noch ein Tüv Gutachten nach §21 StVO gemacht und ein großer Kundendienst am Fahrzeug durchgeführt. Jedes Kind braucht auch einen Namen und so haben wir lange überlegt bis wir uns auf Bajuwarian geeinigt haben.

 

 

 

Seit Januar 2019 geht es in Großen Schritten voran und der Bjuwarian nimmt immer mehr Form an. Aber die genauen Fortschritte könnt Ihr in meinen einzelnen Beiträge weiterlesen.

Folgt mir doch auch auf Instagram #Bajuwarian dort seit ihr immer up2date! Die Ausführlichen Berichte gibt’s natürlich nur Hier auf der Website.

 

 

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3 Replies to “Von damals bis heute”

  1. Gleicher Traum, gleicher Enthusiasmus. Etwas anderer Fahrplan. Wir würden uns freuen am Fortschritt Eueres Projektes teilzuhaben
    Grüsse aus Traunreut
    Adi und Lothar

  2. Tolle sache Stefan, was fuer ein computer program benutzt Du bitte fuer deine Zeichnungen? Mit Lieben Gruessen aus Kanada.

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